Gorjani durch die Geschichte

Die geschriebene Geschichte von Gorjani fängt im Mittelalter an, aber nach den archeologischen Befunden wurde diese Gegend schon in der Steinzeit bewohnt. Auf diesem Gebiet existierten schon die Menschen aus der Bronze und Eisenzeit. Am Anfang der neuen Era, bringt die römische Zeit ihre Kultur und Lebensart mit sich, und nach der grossen Volkswanderung (vom 5. Jahrhundert) und dem Sieg über den Avaren kommt es zu einer Übermacht der neuangesiedelten Kroaten.

Crkva Sv. Tri kralja, GorjaniGorjani wird zum ersten Mal im Jahr 1244 erwähnt in einer Schenkurkunde des kroatisch-ungarischen Königs Bela IV. Er schenkt das ganze Eigentum der feudalen Familie Duružmic (Durusma), später Gorjanski. Nach einer Legende kommt der Name Gara (einer der ersten Namen), von einem grossen Brand, denn um 1170 , haben die Griechen die Altstandt abgebrannt und Ivan Duružmic hat eine neue Stadt erbaut und diese Gara benannt, und die heutige Strasse „Grcka“ hat dieser Geschichte nach ihren Namen bekommen.

Zu glauben ist allerdings dass der Name des Ortes von den einheimischen Einwohnern stammt die sich Gorjani oder Garjani genannt haben, weil dieser Ort im Verhältnis zu der ebenen Vuka ein wenig gebirgig liegt.

Gorjanski hatten ihre Eigentume in Petrovaradin und Zemun auf dem Osten bis zur Novska auf dem Westen, von Šikloš in Ungarn bis Jajce in Bosnien, sowie die Inseln Krk, Cres und noch einige an der Adria. Die Familie Gorjanski herrschte bis 1478 über der Stadt Gorjani, dann starb sie wahrscheinlich aus.

In Gorjani war ein Dominikanerkloster (Jahr 1347), nach einigen war es das einzige Kloster in Slawonien. Im Jahr 1331 wurde das Pfarramt Gorjani gegründet (erster Pfarrer war Paulus).

Im Jahr 1386 in Garov dol, in der Nähe von Gorjani war eine in der Geschichte bekannte Schacht, wo kroatsich-ungarische Königin Marija und ihre Mutter Elisabeth gefangen wurden und von Gorjanski und ihren Anhängern konnte sich Nikola der jüngere retten.

Über Gorjani hatte auch der kroatsiche Schriftsteller August Šenoa geschrieben und der berühmte Maler Oton Ivekovic hatte die Schlacht bei Gorjani als Ölgemälde gemalt (1907), welches sich momental im Rathaus in Ðakovo befindet.

Crkva Sv. Tri kralja, GorjaniIm Jahr 1536 wurde die Herrschaft über Gorjani von Türken übernommen und diese waren auf diesem Gebiet folgende 150 Jahre. Hier war ihr Hauptsitz für diesen Teil von Slawonien mit türkischen kulturellen, religiösen und anderen Kennzeichen. Aus dieser Zeit datiert auch die Festung von Gorjani, welche der berühmte Pfarrer Adam Filipovic Heldentalski im Jahr 1837 in die Kirche der heiligen drei Könige umgebaut hat. Nach der Vertreibung der Türken war Gorjani von Ðakovo unterdrückt, bis Jahr 1848.

Am 01.01.1883 wird Gorjani das Zentrum der Gemeinde, bis 1964 als eine Orts-gemeinschaft gegründet wurde, und als Gemeinde funktioniert Gorjani seit 1994 in der selbstständigen Republik Kroatien.

Die Einwohner betreiben überwiegend Landwirtschaft, etwas weniger mit selbstständiger Tätigkeit. In der Freizeit sind viele aktiv in verschiedenen Vereinen und Gesellschaften. Während der reichen und turbulenten Vergangenheit haben manche Generationen auf kürzerer oder längerer Dauer kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich bei der Entwiklung von Gorjani beigetragen. Sie haben die Liebe zu ihrer Heimat entwickelt, zur Kultur und Arbeit.

Zwischen vielen geschichtlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und Höhepunkten in Gorjani möchten wir GORJANSKE LJELJE ausprägen, die im Jahr 1966 auf der 100-jährigen Feier der kroatsichen Akademie der Wissenschaft und Kunst als kulturell-geschichtlices Denkmal ernannt wurden. „Ljelje“ ist eine Gruppe von Frauen, speziell angezogen ( nicht alltäglich). Wie sind sie entstanden als alter Brauch und bis heute erhalten?
Die Legende sagt dass die Türken junge Leute und Männer gefangen haben. Junge Frauen und Mädchen haben sich maskiert und mit Schwerten ihre Lieben befreit, denn die Türken dachten, es wären Geister. Der Kaiser hörte davon und lad sie nach Wien ein. Deshalb singen sie „ Wir gehen Ljeljo, wir gehen zum Kaiser Ljeljo, vom Hof zu Hof, bis zu Kaisers Tisch“…

Am Ende bedankten sie sich und verabschiedeten: „ Got sei mit dir König, Gott sei mit dir König, Ljeljo“…

Adam Pavić, prof.